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*** PRESSEERKLÄRUNG *** zum „Ersten Bericht des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“

11. September 2019

 

 

****  TEXT PRESSEERKLÄRUNG ****

Vereinbarkeit  Pflege und Beruf –  Gegenwärtig noch eine Baustelle

Aus dem kürzlich veröffentlichten Ersten Bericht des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf geht hervor, dass Beruf und Pflege nicht mehr so ohne weiteres vereinbar sind. Gut ausgebildete Frauen und Männer wollen und müssen in immer größerer Zahl ihrem Beruf nachgehen. 
Wer auf Grund häuslichen Pflegebedarfes aus dem Beruf aussteigt, verdient keinen Cent mehr. Häusliche Pflegearbeit ohne ausreichenden finanziellen Leistungsausgleich ist auf Dauer nicht möglich.

In dem Bericht wird die Ist-Situation aufgezeigt und eine Prognose für häusliche Sorgearbeit abgegeben.
Es wird dargestellt, wie Angehörigenpflege in anderen Ländern organisiert wird und es werden Vorschläge für künftige Regelungen aufgezeigt. Ein wesentliches Element dabei ist die Forderung nach einem finanziellen Leistungsausgleich für die Sorgearbeit Pflegender Angehöriger.

Der Vorschlag eines zeitbefristeten Pflegegeldes analog dem Elterngeld kann nur ein Anfang sein. Zukunftsweisend ist er nicht. 
Im Gegensatz zur in der Regel zeitbefristeten Begleitung von Kindern ins Leben, kann eine Pflegsituation erheblich länger und zeitintensiver sein. 

Um Beruf und Pflege zu vereinbaren, sind flexible Arbeitszeitregelungen und vielgleisige bedarfsorientierte Unterstützungsangebote nötig. Davon sind die derzeit existierenden Angebote leider weit entfernt.

Die in dem Bericht getätigten Überlegungen und Vorschläge können ein Beginn sein, eine Lösung aber wird noch nicht aufgezeigt. 
Vielleicht kann der nächste Bericht einen Schwerpunkt auf zukunftsweisende Lösungen setzen? 

Die WIR! Stiftung Pflegender Angehöriger ist berufenes Mitglied des Beirats und wird dort von Brigitte Bührlen, langjährige pflegende Angehörige, vertreten.
Link zum Bericht: https://tinyurl.com/yyrjb8md“